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Fahrzeuge der österreichischen Schmalspurbahnen
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1888-1918  |  1919-1945  |  1946-heute  |  Wagen
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Triebfahrzeuge der ÖBB und der Privatbahnen
Nach dem 2. Weltkrieg wurden erst in den 60er-Jahren modernere Triebfahrzeuge für die Schmalspurbahnen gebaut, die sich durchwegs gut bewährten. Sie stehen heute noch fast vollzählig im Einsatz. Ebenso wurden ältere Lokomotiven modernisiert.

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LBM-StE E 3-4
Die Lokomotiven E 3 und E 4 wurden 1957 bzw. 1963 gebaut und ersetzten auf der LBM-StE die 1913 gebaute Ursprungstype im Streckendienst. Sie stehen noch heute vollzählig im Einsatz.

Bild: E3 und E4 der LBM-StE

(ÖBB 2094)
Bereits Mitte der 50er-Jahre wurde eine vierachsige Maschine mit Mittelführerstand mit 340 bzw. 400PS, einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h, schon mit den für die Reihe 2095 typischen Kuppelstangen, und einem Dienstgewicht von 28t vorgestellt. Diese Lokomotive wurde letztendlich nicht gebaut, die für sie vorgesehene Bezeichnung 2094 blieb jedoch unbesetzt, um sich eine Option für eine allfällige spätere Bestellung offen zu halten.

ÖBB 2095, SLB Vs 71-74, NÖVOG V
Ab 1958 erhielten die ÖBB ihre bis dahin mit 600 PS leistungsfähigste Lokomotive in 15 Exemplaren. Als Universalmaschine ist sie für Personen- wie Güterverkehr gleichermaßen geeignet. Die drei Maschinen 2095.001, 004 und 006 kamen ab 2008, als Vs 71-73 bezeichnet, auf der SLB Pinzgauer Lokalbahn zum Einsatz. Die 2095.005 und 007-015 wurden 2010 von der NÖVOG übernommen, die 2014 die 2095.008 als Vs 74 an die SLB und die 2095.013 an die Bregenzerwald-Museumsbahn abgab und ihre verbliebenen Maschinen als Reihe V bezeichnete.

Bild: 2095.008, heute SLB Vs74, auf der Ybbstalbahn in Lunz am See

StLB VL 11-16
Von 1965 bis 1967 erhielten die StLB ihre VL 11 bis 16, die es erlaubten, die bis dahin vorherrschenden Dampflokomotiven aus dem Verkehr zu nehmen. Die Vorserienmaschine VL 11 wurde verschrottet, alle anderen Fahrzeuge sind weiterhin vorhanden, aber nicht alle im Einsatz.

Bild: VL 13 und 16 auf der Murtalbahn
 
ZB D 8-9
Die Zillertalbahn beschaffte 1967 zwei BB-Starrrahmenlokomotiven um den gestiegenen Güterverkehr bewältigen zu können. Eine Lokomotive ist noch sporadisch im Einsatz. 
 
ZB VT 1" und VT2

Die Zillertalbahn setzte seit den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts auf Triebwagentraktion. Dafür wurde der Triebzug "Sperwer" von der Rotterdamschen Tramweg Maatschappij (ex DB Ravensburg-Baienfurt) 1970 und der VT 2 von der KOK (Kreisbahn Osterode–Kreiensen) 1968 in Betrieb. Die Fahrzeuge bewährten sich gut, wurden aber mittlerweile an Museen im Ausland abgegeben.

ZB D 11-12, StLB VL 6
Diese zweiachsigen Verschubloks, gebaut 1959/60 von Orenstein & Koppel, wurden 1969 von der aufgelassenen Rhein-Sieg-Eisenbahn aus Deutschland gekauft. Die D 11 wird in ihrer ursprünglichen Heimat museal erhalten, die D 12 versieht noch heute, mit Fernsteuerung ausgerüstet, Rangierdienst. Eine dritte Maschine diente vorerst als Ersatzteilspender und gelangte 1973 als Rangierlok, als VL 6 bezeichnet, auf die Murtalbahn zu den Steiermärkischen Landesbahnen.

Bild: D 12 der Zillertalbahn in Jenbach

StLB VL 21
Von der DB wurde 1971 die 560 PS-Diesellokomotive 251 901 für die Thörlerbahn gekauft und auf 760 mm umgespurt. Sie wurde 1964 von Gmeinder als V 51 901 erbaut und kam auf der Federseebahn, der Bottwartalbahn und dem Öchsle zum Einsatz. Sie kehrte 1999 wieder nach Deutschland auf die Insel Rügen zurück.

Bild: VL 21 auf der Thörlerbahn

Neubaufahrzeuge nach 1980
Zur Attraktivierung des Schmalspurbetriebs wurden ab 1980 wieder Schmalspurfahrzeuge gebaut, die sich zum Teil sehr gut bewährten und heute auf vielen Bahnen den Großteil des Verkehrs abwickeln.


StLB VT
Schon 1980 kauften die StLB vier Neubautriebwagen, drei dazu passende Steuerwagen sowie einen kombinierten Post- und Gepäckwagen, der mittels Übergangskupplung auch in lokomotivbespannten Zügen mitgeführt werden konnte, für die Murtalbahn. Sie bewährten sich so gut, dass der gesamte Personenverkehr mit ihnen abgewickelt werden konnte. Basierend auf diesen Fahrzeugen erneuerten auch die ÖBB und die Zillertalbahn ihren Fahrpark. Im Jahr 1997 wurde ein fünfter Wagen, schon im neuen, grün-weiß-roten Farbschema lackiert, nachgeliefert.

Bild: StLB VT 31 und 34 in alter Farbgebung

StLB VL 22-23, ZB D 10
Nach der Einstellung der jugoslawischen Schmalspurbahnen gelangten vier Fahrzeuge der Baureihe 740 nach Österreich, wovon drei in Betrieb gingen und die Traktion auf der Thörlerbahn und der Zillertalbahn modernisierten. Nach der Stillegung der Thörlerbahn wurden die beiden steirischen Lokomotiven nach Weiz umstationiert und kamen nach der Einstellung des Güterverkehrs auf der Feistritztalbahn schließlich auf die Murtalbahn.

Bild: VL 22 in ihrer ursprünglichen Farbgebung

ZB VT

Auf Basis der StLB-Triebwagen wurden ab 1984 auch Triebwagengarnituren an die Zillertalbahn geliefert. Sie bestehen aus Triebwagen mit nur einem Führerstand, dazu passenden Steuerwagen und Mittelwagen, die auch im Lokomotivbetrieb einsetzbar sind. Damit konnte der gesamte Planpersonenbetrieb vollkommen neu gestaltet werden. 1993 wurden nochmals zwei Triebwagen nachgeliefert.

ÖBB 5090, SLB VTs 11-16, NÖVOG VT, ZB VT 1
Ebenfalls auf Basis der Murtalbahntriebwagen entstand für die ÖBB die Baureihe 5090 in drei Baulosen. Die letzte Generation unterscheidet sich von den ersten beiden optisch vor allem durch ein eckiges Spitzenlicht.
Mit der Privatisierung der Pinzgauer Lokalbahn im Jahr 2008 übernahm die Salzburg AG die Triebwagen 5090.001-006, alle mit runden Scheinwerfern, und zeichnete sie analog ihrem Nummernschema zu VTs 11-16 um. Der VTs 11 erhielt 2012 für seinen Einsatz auf der Zillertalbahn einen roten Lack und zusätzlich die Nummer VT 1. 2010 wurden 5090.007-017 an die NÖVOG übergeben, die Wagen 5090.009, 010 und 017 erhielten 2010/11 das blau-weiße Farbschema der Citybahn Waidhofen, der 5090.008, 009, 011 und 013 wurden ab 2012 für ihren Einsatz im Waldviertel und in Waidhofen sukzessive gold-grau lackiert. 2014 erhielten die NÖVOG-Triebwagen die Reihenbezeichnung VT.

Bild: Doppeltraktion 5090.015 und 014, Wagen der 3. Bauserie

ÖBB 4090, NÖVOG 4090
Sorgenkinder waren hingegen die beiden Triebzüge der Reihe 4090. Sie kamen ab 1994 zum Einsatz und sollten eigentlich den Verkehr auf der Mariazellerbahn grundlegend erneuern. Auf Grund diverser Kinderkrankheiten kam es jedoch nicht dazu, dennoch setzten die Fahrzeuge neue Maßstäbe in punkto Reisekomfort auf Schmalspurbahnen.
Kurz nach ihrer Inbetriebnahme wurde das ursprüngliche Design mit braunem seitlichen Fensterband auf einheitlich weiß geändert. 2010 wurden alle drei Triebwagen, drei Mittelwagen und ein Steuerwagen von der NÖVOG übernommen und im Jahr 2013 mit dem planmäßigen Einsatz der "Himmelstreppen" abgestellt. 2015/16 wurden sie an die Pinzgauer Lokalbahn abgegeben, wo die Steuer- und Mittelwagen hinter Dieselfahrzeugen zum Einsatz kommen sollen.

Bild: 4090.003 mit der dreiteiligen Garnitur

Ausländische Triebfahrzeuge
Für Museumsbahnen kamen in den 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts vermehrt ausländische Triebfahrzeuge, vor allem Dampflokomotiven, nach Österreich. Es handelte sich hierbei die rumänische Reihe 764, von denen die 764.007 auf der Steyrtalbahn und 764.411R auf der Stainzer Lokalbahn den Fuhrpark erweiterten, und die bosnische Reihe 83 für die Zillertalbahn und der Feistritztalbahn. Der Club 760 und das Feld- und industriebahnmuseum in Freiland beschafften überdies ältere Maschinen der Reihe 764. Für die Ybbsthalbahn-Bergstrecke und die Stainzer Lokalbahn wurden vierachsige rumänische Diesellokomotiven der Type L45H beschafft und revidiert. Besonderer Leckerbissen sind die ungarische Mk 48 2019 der Waldbahn Királyrét, die in Stainz eingesetzt wird, und die 2014 fertiggestellte bosnische Schnellzuglokomotive 73-019, die in den Pinzgau überstellt wurde.

Bild: 83-076 des Club 760 vor ihrer Wiederinbetriebsetzung


ZB D 13-16, ÖBB 2096,SLB Vs 81-83
Die Zillertalbahn beschaffte 2004 zwei dieser wohl modernsten Lokomotiven auf 760mm-Spur. Sie besitzen einen dieselhydraulischen Antrieb und basieren technisch auf einer Normalspurmaschine, in die sie mittels Tauschdrehgestellen auch umgespurt werden können. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und sind über 14 m lang.
Im Jahr 2007 gingen auf der Zillertalbahn zwei weitere Exemplare dieser Reihe in Betrieb und die ÖBB erhielten eine solche Maschine für die Pinzgaubahn, die 2008 als Vs 81 von der Salzburger Lokalbahn übernommen wurde. 2009 und 2012 wurden zwei weitere Maschinen, bezeichnet als Vs 82 und Vs 83, in Dienst gestellt.

Bild: D 14 der Zillertalbahn


NÖVOG ET
Nach der Übernahme der Mariazellerbahn durch die NÖVOG wurden bei Stadler in der Schweiz neun Niederflurtriebwagenzüge und vier Aussichtswagen in Auftrag gegeben, von denen der erste Ende 2012 geliefert und als ET1 bezeichnet wurde. Die Fahrzeuge mit dem Markennamen "Die Himmelstreppe" verfügen über 127 Sitz- und 113 Stehplätze, über eine Klimaanlage, ein Fahrgastinformationssystem sowie ein Mehrzweckabteil für den Fahrrad- und Schitransport. Ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h bei einer Fahrzeugmasse von 80 t und einer Länge von 51m. Überdies sind sie mit Magnetschienenbremsen ausgestattet. Im Herbst 2013 wurden sie erstmals im Planverkehr auf der Mariazellerbahn eingesetzt und verdrängten recht rasch die bis dahin eingesetzten Altbaufahrzeuge.

Bild: ET1 "Die Himmelstreppe" der NÖVOG


ZB D 1
Im Jahr 2013 wurden vom Zementwerk Brunnen in der Schweiz zwei Kleindiesellokomotiven, gebaut von DIEMA im Jahr 1991, beschafft. Eine davon gelangte als D 1 als Ersatz für die kurz zuvor abgestellte D 11 mit Neulack in Betrieb, die zweite soll in Zukunft nach der Abstellung der D 12 deren Aufgaben im Verschub in Jenbach übernehmen.

Bild: D 1 als Verschubreserve in Jenbach


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