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Fahrzeuge der österreichischen Schmalspurbahnen
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1888-1918  |  1919-1945  |  1946-heute  |  Wagen
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Triebfahrzeuge der BBÖ und der Privatbahnen
In der Zwischenkriegszeit und entstanden meist Diesellokomotiven, aber auch Dampfloks wurden, teils in Anlehnung an ältere Typen, jedoch in Heißdampfausführung, noch gebaut. Ebenso gab es die ersten Benzintriebwagen. Die Benennung der Dampflokomotiven erfolgte weiterhin nach dem kkstB-Schema, die BBÖ-Diesellokomotiven wurden bereits nach dem neuen BBÖ-Schema nummeriert. (¹...Denkmal     ² ...in Aufarbeitung     ³... betriebsfähig)

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Reihe Kh
Nach dem 1. Weltkrieg war auf der Vellachtalbahn (K= Kühnsdorf) nur mehr eine schwache Lokomotive der Type T verblieben. Um die schweren Güterzüge befördern zu können, wurde daher 1924 der Fünfkuppler Kh.1 (heute 499.01) beschafft. Sein Innenrahmen geht im Bereich der 5. Kuppelachse in einen Außenrahmen über. Die StLB beschafften für die Murtalbahn die Kh.101 und für die Feistritztalbahn die Kh.111 der selben Baureihe. Alle drei Lokomotiven sind erhalten, betriebsfähig ist nur die Kh.101.

Bild: Kh.111 mit Caprottisteuerung, Baujahr 1930

Triebwagen der LBP-H
Nach dem Umbau der Lokalbahn Payerbach–Hirschwang in eine öffentliche Bahn wurden 1926 zwei Trieb- und vier dazu passende Beiwagen beschafft. Während die Anhänger bei der Zillertalbahn überlebten und heute wieder auf ihrer Stammstrecke verkehren, wurden die Triebwagen zu Schwertransportern umgebaut. Die ÖGLB rekonstruierte 2004 aus einem Beiwagen und anderen Teilen einen Triebwagen.

BBÖ 2021/s
1927 baute Warchalowski diese zweiachsige Lokomotive mit benzinelektrischem Antrieb. Sie lief vorerst auf der Zillertalbahn und wurde 1930 von den BBÖ gekauft. Sie ist noch heute in Ober Grafendorf mit ihrer ÖBB-Nummer 2090.01 beim Club Mh.6 vorhanden.

Bild:2090.01 im Jahr 1989

ZB VT 3 (BET 101)
Der 1928 gelieferte benzinelektrische Triebwagen BET 101 war der erste Verbrennungstriebwagen auf österreichischen Schmalspurbahnen, entsprach jedoch nicht, so dass er 1938 in einen Personenwagen umgebaut wurde. 1953 erfolgte der Rückbau in den Dieseltriebwagen VT 3, der 1970 kassiert wurde.

Maffei
Die zwei Stück dieser 1920 gebauten E-h Baureihe kamen 1928 zur SKGLB und auf die Strecke Birkfeld–Ratten. Sie erfreuten sich keiner großen Beliebtheit und wurden bald abgestellt.  

Reihe Uh
Die insgesamt 9 Maschinen dieser Baureihe wurden 1928 aus der bewährten Serie U entwickelt. Dabei wurde das Fahrwerk beibehalten, der Kessel jedoch höher gelegt und eine Caprotti-Ventilsteuerung eingebaut, die sich jedoch nicht bewährte. So gelangten die letzten zwei Maschinen Uh.101 und 102, später 498.07 und 08, mit der wesentlich robusteren Lentz-Ventilsteuerung zur Auslieferung, die 498.04 und ZB 5 wurden später nachgerüstet. Erhaltene Lokomotiven: 498.03¹, 04, 06¹, 07, 08³, ZB 5³.

Bild: Uh 498.06 mit Caprotti-Steuerung

TCa 672 "Mondseer Kuh"
Dieser Triebwagen wurde von der SKGLB 1928 aus dem Hofsalonwagen umgebaut und fuhr jahrelang zwischen St. Lorenz und Mondsee. Seinen Namen verdankt er seinem typischen Signalhorn. 1957 kauften ihn die StLB, die ihn auf der Thörlerbahn einsetzen wollten. Nach Jahren auf dem Abstellgleis verkehrt er heute auf der Murtalbahn als Barwagen.

BBÖ 2070/s
Diese 1930 erbaute Lokomotive entsprach nach zahlreichen Umbauten recht gut, so dass sie lange Zeit auf der Ybbstalbahn und auf der Mariazellerbahn eingesetzt wurde. Durch ihren Fahrschalter des Elektroantriebs wurde sie vom Personal "Tramway" genannt. Heute fährt sie mit neuem Motor im Museumsbetrieb auf der Ybbstalbahn-Bergstrecke unter ihrer ehemaligen ÖBB-Nummer 2093.01.

Bild: 2093.01 im Jahr 1989

Austro-Daimler-Triebwagen
Diese 1933 für die Thörlerbahn, die Murtalbahn, die Feistritztalbahn und die SKGLB gebauten neun Fahrzeuge entsprachen nicht den in sie gesetzten hohen Ansprüchen und wurden bald wieder aus dem Verkehr gezogen, nachdem Triebfahrzeugführer wegen ihrer Abgase sogar ohnmächtig geworden waren. Sie verkehrten noch einige Jahre als Beiwagen. Heute gibt es nur noch ein Antriebsdrehgestell in der Sammlung des Technischen Museums Wien.

BBÖ 2040/s
1934 baute die Simmeringer Waggonfabrik zwei dieser zweiachsigen dieselelektrischen Lokomotiven, die vor allem im Waldviertel eingesetzt wurden. Die dritte Maschine folgte 1936, jedoch mit höherer Generator- und Fahrmotorleistung. Bereits 1969 wurde die Ausmusterung der 2190.03 beantragt, sie kam jedoch als Werkslokomotive 053/s in die Hauptwerkstätte St. Pölten. Mit ihren ÖBB-Nummern 2190.01-03 sind alle Fahrzeuge noch vorhanden und großteils betriebsfähig, die 2190.01 in tannengrün auf der Ybbsthalbahn-Bergstrecke, die 2190.02 als Schaustück ohne Motor in karminrot/cremeweiß beim Waldviertler Schmalspurbahnverein und die 2190.03, ebenfalls in tannengrün, beim Club Mh.6 in Ober-Grafendorf.

Bild: 2190.01 (BBÖ 2040.01/s) in blutoranger Farbgebung als Museumsfahrzeug auf der Höllentalbahn

BBÖ 2041/s
Diese Ende der 1930er-Jahre in zwei Tranchen gebauten insgesamt 12 Lokomotiven stellen eine Weiterentwicklung der 2040/s dar, sie trugen lange Zeit die Hauptlast im Personenverkehr vieler ÖBB-Strecken. Das Fahrzeuggewicht verteilt sich auf zwei Antriebs- sowie eine Vor- bzw. Nachlaufachse in Form von Bisselachsen. Die Konstruktion war jedoch nicht ganz gelungen: Das Gepäckabteil wurde praktisch nie verwendet und für ihre Motorisierung mit lediglich 210 PS waren die Maschinen viel zu schwer. Trotzdem standen sie, teils mit größeren Umbauten, bis in die 90er-Jahre des vorigen Jahrhunderts im Planbetrieb und sind heute als Museumsloks und sogar in Deutschland anzutreffen. Erhaltene Fahrzeuge in Österreich: 2091.02³,03³,04,07,08³, 09³,11³

Bild: Der in den Ursprungszustand zurückversetzte VT 2041.02/s

Lokomotiven der Heeresfeldbahn
Im 2. Weltkrieg kamen deutsche Lokomotiven, die in Einheitstypen in großer Zahl gebaut wurden, in das damals nicht existente Österreich. Sie wurden oft erst nach dem Krieg und in umgebauter Form eingesetzt. 

HF 191
Der 1939 gebaute Fünfkuppler kam 1945 zur SKGLB und verblieb dort als Personen- und Güterzugslokomotive bis zur Einstellung. Danach kam er als Nummer 4" zur Zillertalbahn. Dort war leistete er im schweren Güterverkehr gute Dienste und wurde 1974 an die Eurovapor für den Nostalgieverkehr auf der Bregenzerwaldbahn vermietet. Nach dessen Ende 1980 kehrte die Lok ins Zillertal zurück und wurde an einen Privatmann in Deutschland verkauft, der sie auf verschiedenen deutschen Schmalspurbahnen unter dem Namen "Aquarius C" einsetzte. 2017 kehrte sie wieder nach Österreich zum Club 760 zurück.

ZB D7
Diese B´B´-Diesellokomotive wurde 1940 gebaut und verkehrte bis 1961 auf der Lamingtal-Schleppbahn. Nach der Einstellung ihrer Stammstrecke kam sie zur Zillertalbahn und anschließend zur ÖGLB.

HF 20751
Diese 1941 gebaut Lokomotive wurde als 898.01 bei den ÖBB eingereiht. Heute fährt sie auf der Gurkthal-Museumsbahn.

Bild: 699.01 (Umbau HF KDL 11) und 898.01 (HF 20751)

Baureihe "Helfmann" HF 20752

Von dieser 1941 erbauten Reihe überlebte ein Stück in Österreich. Es wurde als 698.01 in den Fahrpark der ÖBB eingegliedert. Heute steht die Lok als Denkmal in Pfandl bei Bad Ischl.

SKGLB 30, 31

1942 wurden die beiden Ct-Lokomotiven, Baujahr 1940, aus einem stornierten Auftrag für Mandschukuo von der SKGLB erworben. Sie verkehrten im Verschub in Itzling und als Triebwagenersatz auf der Strecke St. Lorenz–Mondsee. Beide Maschinen wurden 1957 verschrottet.

HF 200 D
Diese 1942 gebaute D-Diesellokomotive wurde 1945 von der SKGLB als D 40 erworben. 1957 wechselte sie als VL 01 zu StLB und ist heute im Besitz des Club 760. Von den ehemals 40 Exemplaren dieser Reihe ist der Verbleib von nur zwei Stück bekannt.

Bild: VL 01 (HF 200 D) in oranger StLB-Farbgebung

KML 3 = HF 130 C

Von dieser ab 1943 gebauten C-Diesellokomotive verblieben recht viele Exemplare zu Kriegsende in Österreich. Sie fanden bei den ÖBB als Baureihe 2092, bei den StLB als VL 2-4, bei der Zillertalbahn und bei verschiedenen Werks- und Waldbahnen (Thörl, Waldbahn Reichraming) eine neue Bleibe. Heute sind unter anderem noch die 2092.001-004, die VL4 und 7, sowie die beiden Pengg-Loks vorhanden und teilweise betriebsfähig.

HF KDL 11= HF 160 D
Von dieser 1944 gebauten Lokreihe verblieben 9 in Österreich, einige jedoch  ohne Tender. Die ÖBB nahmen die 699.01-04 und die SKGLB die Nr. 19 in Betrieb. Der Rest wurde von den ÖBB zu Tenderlokomotiven der Reihe 699.100 umgebaut. Die SKGLB 19 kam 1957 zu den StLB, wo auch sie zur Tenderlok 699.01 (nicht zu verwechseln mit der ÖBB-Lok gleicher Nummer!) umgebaut wurde. In Österreich blieben folgende Fahrzeuge erhalten: 699.01³, 101³,103.

Bild: 699.01 (HF KDL 11) des Club 760

HF 110 C
Nach dem 2. Weltkrieg verblieben sieben dieser um 1944 gebauten Maschinen in Österreich, die HF 11 809, 815, 816 und die HF 25982 kamen als 798.01-03 sowie 798.101 zu den ÖBB, die HF 11 805, 810 und 811 zu den Steiermärkischen Landesbahnen. Nur letztere standen längerfristig auf der Thörlerbahn, der Stainzer Lokalbahn und der Feistritztalbahn im Einsatz. Die 798.101 existiert heute noch als "Niki+Frank S." in Deutschland und die HF 11 810 bei der Museumsbahn Abreschviller im Elsaß.

HF 11 200
Die Heeresfeldbahn stationierte die Lokomotive 1" der Kreis Kreuznacher Kleinbahnen, gebaut im Jahr 1920 von Krauss München, während des 2. Weltkriegs auf der Pinzgauer Lokalbahn. Von den ÖBB wurde sie 1953 in 998.01 umnummeriert. Nach ihrer Ausmusterung kam sie auf die Gurkthal-Museumsbahn, von wo sie schließlich wieder in ihre ursprüngliche Heimat gelangte und im Museum Bockenau aufgestellt wurde.

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