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| Die
Lokomotiven der österreichischen Schmalspurbahnen sind
auch heute noch in großer Vielfalt vorhanden. Sie sind
einfach konstruiert, dabei aber sehr robust. Schon 1888
zeigte die erste Dampfloktype für die Steyrtalbahn eine
Grundkonzeption, die für viele weitere Lokomotiven als
Vorbild dienen sollte. Auch bei Diesel- und
Elektrotriebfahrzeugen wurde erfolgreich Neuland
beschritten, wie dies die Reihen 2095 und vor allem die
1099 der Mariazellerbahn, die nach 100 Jahren noch
immer im Planverkehr eingesetzt wird, eindrucksvoll
beweisen. Im Folgenden werden die wichtigsten Typen
chronologisch vorgestellt. (¹...Denkmal
² ...in Aufarbeitung
³... betriebsfähig) |
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Triebfahrzeuge
der kkStB und der Privatbahnen vor dem 1. Weltkrieg
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Die Bezeichnung leitet sich
vom ersten Einsatzort der Lokomotiven ab, wobei ein angehängtes
"v" eine Nassdampf-Verbundtype und ein angehängtes
"h" eine Heißdampflokomotive kennzeichnen.
Elektrolokomotiven wurden durchwegs als "E"
bezeichnet. Viele Fahrzeuge wurden bei nachfolgenden
Bahnverwaltungen umnummeriert und stehen großteils auch
heute noch im Einsatz. |
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Reihe
S
Mit dem ersten Baujahr 1888 stellt
sie die Urmutter der österreichischen
Schmalspurlokomotiven dar. Sie besitzt schon die für
so viele Typen charakteristische Achsfolge C1, wobei
die Treibachsen in einem Innenrahmen liegen, der im
Bereich der Nachlaufachse zu einem Außenrahmen
wird, um Platz für die recht große Feuerbüchse zu
bieten.
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Steyrtalbahn 4
"Molln" der ÖGLB
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| Sie wurde in zwei Typen hergestellt, wobei
die Ursprungstype mit langer Rauchkammer in mehreren
Versionen für die
Steyrtalbahn, die SKGLB und die Lokalbahn Mori–Arco–Riva gebaut wurde, die zweite Version mit
kurzer Rauchkammer in sieben Exemplaren für die
SKGLB. Die Steyrtalbahn erhielt noch 1914 eine auf
dieser Reihe basierende Lokomotive mit der Nummer 6.
Bei den ÖBB erhielten sie die Bezeichnung
298.100, ausschließlich jene Fahrzeuge, die zu den StLB gelangten,
wurden als Reihe S bezeichnet. Erhaltene Loks in Österreich:
298.102³, StB 4 "Molln", SKGLB 4³, 5³,
7, 9, 11, 12³, 298.106³ |
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Zweikuppler
für SKGLB und StLB
Krauss Linz stellte in den Jahren
1890-92 mehrere Werkslokomotiven her, aus denen sich
diese Type ableitet. Erhalten geblieben ist hiervon
in Österreich nur die Nr. 2 der StLB "Stainz". |
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Reihe
Z
Entstanden aus der Reihe S, jedoch
mit kurzer Rauchkammer und ohne Nachlaufachse und
dazugehörigem Außenrahmen. 1893 wurde diese Serie
erstmals für die StLB für die Strecke Kapfenberg–Au-Seewiesen gebaut, ihren Typennamen erhielt sie
erst durch ihre 1898 gebauten Schwestermaschinen in
Zell am See, die sich in einigen Details von den
steirischen Maschinen unterschieden. Die StLB 6 ist als einzige erhalten
geblieben. |
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Reihe
U
Diese Baureihe wurde in über 50
Exemplaren gebaut und stellt den Standardtyp österreichischer
Schmalspurdampflokomotiven dar. Sie ist eine
leistungsstärkere Weiterentwicklung der S mit kürzerer
Rauchkammer und wurde erstmals 1894 für die
Murtalbahn (U= Unzmarkt) gebaut. Bei den ÖBB
bekamen sie die Bezeichnung 298. Erhaltene
Lokomotiven: 298.05, 24, 25³, 51, 52³, 53², 54,
55¹, 56³, U7², 8³, 9, 11³, 40, 43, 44, ZB
1¹, 2³ |
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298.52 ex NÖLB U.2 der ÖGEG
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598.01, ehemals Yv.1, als
Denkmal in Eichgraben. Ihre
Schwesterlokomotiven befinden
sich auf der Ybbstalbahn
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Reihe
Yv
Diese Baureihe umfasst nur 3
Lokomotiven, da sie 1896 gebaut wurde, als die Reihe
U ihren Siegeszug schon angetreten hatte. Obwohl
leistungsstärker, neigte ihr anfängliches Außenrahmendrehgestell
zu Entgleisungen, was erst durch den Umbau auf
Innenrahmen beseitigt werden konnte. Bei den ÖBB
bekamen sie die Bezeichnung 598. Erhalten sind: Yv 1¹,
2³, 3² |
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Reihe
T
Sie stellte eine kleinere und schwächere
Variante der Reihe U dar und wurde 1898 in drei
Exemplaren für die Gurktalbahn und in zwei für die
Vellachtalbahn gebaut. Bei den ÖBB bekamen sie die
Bezeichnung 198. Zumindest eine Lokomotive dieser
Type ist noch erhalten,
allerdings nicht in Österreich. |
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Reihe
Uv
Eine Weiterentwicklung der Reihe U
aus dem Jahr 1902 als Nassdampf - Verbundvariante für
die NÖLB. Sie wurde in weiterer Folge auch von der
kkStB und der Zillertalbahn beschafft. Sie zeichnet
sich durch höhere Leistung aus. Bei den ÖBB
bekamen sie die Bezeichnung 298.2. Erhaltene
Lokomotiven: 298.205³, 206¹, 207², ZB 3³ |
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LBP-H
Reihe E
Diese erste Elektrolokomotive in
Spurweite 760mm wurde 1903 für den
Karawankentunnelbau hergestellt
und versieht noch heute ihren Dienst auf der
Museumsbahn Payerbach–Hirschwang. Sie diente vor
allem für den Transport von Papier von und zur
Papierfabrik in Hirschwang. Durch mehrfachen Umbau
entstand in den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts
ihr heutiges Aussehen, ebenso wurde 1927 ein ähnliches
Exemplar nachgebaut. Erhaltene Fahrzeuge: E I³, II²,
III¹, IV |
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Komarek-Dampftriebwagen
1903 wurden drei 2-achsige
Dampftriebwagen an die NÖLB zum Einsatz auf der
Mariazellerbahn, der Krumpe und im Waldviertel
geliefert. Auch die Pinzgauer Lokalbahn erhielt ein
ähnliches Fahrzeug. Sie entsprachen nicht und wurden bald aus
dem Verkehr gezogen. Das gleiche Schicksal
ereilte auch die 1906 gebauten 1B2-Fahrzeuge des
selben Herstellers. |
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NÖLB
P
Diese kleine, 3achsige Maschine,
Baujahr 1904 fand auf der Mariazellerbahn ihr
Einsatzgebiet hauptsächlich bei Bauzügen. Sie war
nur kurze Zeit im Bestand. |
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Reihe
Uh, später Bh
Eine Weiterentwicklung der Reihe U
bzw. Uv war die 1905 gebaute Uh.1 der NÖLB, die
erste Heißdampflokomotive der österreichisch-ungarischen Monarchie. Sie entsprach sehr gut, wurde
aber nicht weiter gebaut. Mit dem Erscheinen der
1928 gebauten Reihe Uh wurde sie nach ihrem
damaligen Heimatbahnhof Bregenz in Bh umbenannt.
Bei den ÖBB bekam sie die Bezeichnung 398. Heute
ist sie betriebsfähig bei den Steiermärkischen
Landesbahnen. |
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ZB
4
Diese 1905 gebaute Maschine mit der
Achsfolge 1B wurde mit einem Fülltrichter für
Einmannbetrieb geliefert, der sich jedoch nicht
bewährte und schon bald ausgebaut wurde. Wegen
ihrer geringen Leistung wurde die Lokomotive 1957
ausgemustert und verschrottet. |
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Reihe
Mh
Für die Mariazellerbahn der NÖLB
wurden ab 1906 diese schweren D2st-h2 Lokomotiven
gebaut. Konstruktiv waren sie an die kurz zuvor nach
Bosnien gelieferten Fahrzeuge der Reihe 83
angelehnt, besaßen jedoch keine Nachlaufachse und
statt dessen einen Stütztender. Sie erwiesen sich
aber bald als zu schwach für die Wallfahrerzüge
und wanderten nach der Elektrifizierung ihrer
Stammstrecke vor allem ins Waldviertel ab. Bei den
ÖBB bekamen sie die Bezeichnung 399. Erhaltene
Fahrzeuge: 399.01³, 02, 03³, 04, 05, 06³ |
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NÖLB
R
Ein kleiner C-Kuppler, hauptsächlich
für den Bauzugdienst. 1907 gebaut schied er auch
bald aus dem NÖLB-Bestand aus. |
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Reihe
Mv
Die 1907 in zwei Exemplaren gebaute
Schwestertype der Mh war eine Nassdampf-Verbundlokomotive, die aber deutlich schwächer war
als die Heißdampfversion. Bei den ÖBB bekamen sie
die Bezeichnung 299. Ihre Rahmen dienen heute als
Schneepflug-Fahrwerke. |
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Triebwagen
der Straßenbahn Ybbs
1907 gebaut standen die zwei
Triebwagen bis zur Einstellung ihres Heimatbetriebs
1953 und anschließend auf der Lokalbahn Mixnitz–St.
Erhard im Dienst. Sie erhielten im Lauf ihres Lebens
einen zweiten Fahrmotor und eine Führerstandsverglasung.
Triebwagen 1 wurde 1964 verschrottet, Nr. 2 befindet
sich heute im Historama in Ferlach. Auch
ein Triebwagen der Straßenbahn in
Dubrovnik, Kroatien, wird in Österreich
im Historama in Ferlach erhalten. |
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Reihe
Cv
Die einzige Maschine dieses Typs,
die auf dem Gebiet des heutigen Österreich in
Betrieb stand, war die SKGLB 20. Sie fand
hauptsächlich im Güterverkehr Verwendung.
Eine vom Aussehen recht ähnliche Maschine aus Rumänien
steht heute im Schmalspurmuseum Frojach. |
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NÖLB
Reihe E
Obwohl diese Type durch ihren in den
60er-Jahren neu aufgebauten Kasten nicht so wirkt,
ist sie mit Baujahr 1910 die älteste
Elektrolokomotivtype der ÖBB und die älteste noch
im Planverkehr stehende E-Lok weltweit. Im ÖBB-Schema
als 1099 bezeichnet existiert sie noch fast vollständig,
lediglich eine Lokomotive wurde nach einem Unfall ausgeschieden. Im Jahr 2010 wurden alle
verbliebenen Maschinen an die NÖVOG übergeben, die
sie weiterhin als Reihe 1099 bezeichnet. |
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Reihe
P
1911 für die heute eingestellte
Lokalbahn Triest–Parenzo konstruiert, fand diese
D1-Type auch im heutigen Österreich ihr
Einsatzgebiet auf der Strecke nach Ruprechtshofen.
Bei den ÖBB bekamen sie die Bezeichnung 199. Heute
gibt es in Österreich nur mehr die 199.02, die nicht
betriebsfähig in Treibach-Althofen steht. |
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LBM-StE
Reihe E
1913 wurden die E1 und E2 zur
Betriebsaufnahme der Lokalbahn Mixnitz–St. Erhard
beschafft und stehen dort weiterhin vollzählig in
Betrieb. Laut Augenzeugenberichten sollen sie durch
ihren hohen Schwerpunkt und kurzen Achsstand
mehrmals entgleist und durch ihre geringe Masse auch
öfters liegen geblieben sein. Dennoch bewältigten
sie bis 1957 den gesamten Verkehr der Lokalbahn ohne
nennenswerte Probleme. Heute werden sie hauptsächlich
im Verschub verwendet. |
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Uv.1 (ex ÖBB 298.205) in
Museumsausführung

E I der LBP-H, heute im
Eigentum der ÖGLB

Bh.1 der StLB

Mh.6 in Museumsausführung

ÖBB 1099 in Umbauform mit neuem Kasten .

E2 der LBM-StE
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