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| Die
Spurweite 760 mm war auch für Bahnen des
untergeordneten Verkehrs neben den Spurweiten 600 und
700 mm recht beliebt, sodass zahlreiche Wald- und
Industriebahnen entstanden. Diese sind, auch
wenn ihr Streckennetz oft kurz und ihre Lebensdauer beschränkt
waren, insofern bedeutsam, da sie eine Vielzahl verschiedenster Fahrzeugtypen verwendeten,
die auch
heute noch auf verschiedenen Bahnen im Einsatz stehen.
Alle Strecken sind heute ausnahmslos, bis auf einige
minimale Reste eingestellt.
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Vorarlberg: |

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Tschagguns–Partenen:
Diese
Bahn verlief ausgehend vom Montafonerbahnhof
Tschagguns durch das obere Montafon bis
Partenen. Sie diente den Vorarlberger
Illwerken als Anschlussbahn für ihre
Kraftwerksbauten. Es wurde Güterverkehr mit
Rollwagen und beschränkt-öffentlicher
Personenverkehr durchgeführt.1953 endete der
regelmäßige Verkehr, in den 60er- und
Anfang der 80er-Jahre wurde auch eine
Wiederaufnahme des Betriebs erwogen, wozu es
jedoch nicht kam. Heute befinden sich im
Bahnhof Tschagguns noch einige Relikte der einstmals ca. 18 km langen
Strecke.
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Bild:
Die Reste des Bahnhofs Tschagguns: rechts
Dreischienengleis und 70t-Kran, in der Mitte
das Heizhaus und links ein hölzerner
Wagenschuppen.
Fotos...
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Höhenbahn
Trominier–Vermunt:
Die
Materialbahn Trominier–Vermunt wurde von den
Vorarlberger Illwerken im Jahr 1928 in 1731m Seehöhe
mit einer Länge von 2,6 km zum Bau des
Vermuntspeichers angelegt. Sie begann an der
Bergstation der Bergbahn Partenen–Trominier, einer
äußerst interessanten meterspurigen Standseilbahn, führte
durch einige Tunnels und endete am Vermuntsee. Es
bestand beschränkt-öffentlicher Personenverkehr.
Heute dient die
Trasse als Erlebniswanderweg, auf dem die Lokomotive O&K
11950 als Denkmal aufgestellt ist .
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Werksbahn
zum Bau des Arlbergtunnels: 1882
wurde eine 760mm-spurige Materialbahn für den Bau des
Arlberg-Eisenbahntunnels in Betrieb genommen. Sie
diente zum Transport von Werkzeug, des Ausbruchmaterials
und von Arbeitern, die zum Schichtwechsel auf eigenen
Wagen in den Tunnel geschoben wurden.
Dampfspeicherlokomotiven verhinderten eine
gesundheitsschädliche Rauchentwicklung. Mit der
Fertigstellung des Bauwerks im Jahr 1884 wurde die
Strecke abgetragen. Eine der dort eingesetzten
Maschinen, die Lok "Aflenz", kam ab 1916 auf
der Fleimstalbahn in Südtirol zum Einsatz.
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| Tirol: |
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| Klammbach-Waldbahn: Die
1914 erbaute Waldbahn führte von einem Holzlagerplatz
bei Achenkirch in das Klammbachtal. Mit einer Steigung
von bis zu 50‰ war der Betrieb äußerst schwierig.
Gefahren wurde mit Diesellokomotiven. Der Betrieb
endete 1960. Die modernste Lok, eine Jenbach 20, übernahm
die Waldbahn Reichraming, der Rest des Materials wurde
verschrottet. |
| Bild
rechts: Jenbacher Diesellokomotiven
waren auf vielen österreichischen Waldbahnen
im Einsatz, so auch auf der
Klammbach-Waldbahn. Die abgebildete Maschine in Spurweite 600 mm,
Typ JW 15, gehört heute zur Sammlung des Feld- und
Industriebahnmuseums in Freiland. |
| Waldbahn
Michlbach: Im
Gemeindegebiet von St. Johann im Walde bestand eine
kurze, hand- bzw. pferdebetriebene Waldbahn. |
| Bächental-Waldbahn:
Ein
kurzes Stück der vom Forstamt Fall in Bayern
errichteten Waldbahn reichte auch nach Österreich |
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Rauchmühle
Innsbruck: Diese
ca. 1,2 km lange elektrische Schmalspurbahn wurde 1900 eröffnet
und verband die alte Rauchmühle mit der Umladestelle
der Staatsbahn. Der Fahrpark bestand anfangs aus einem
zweiachsigen Gütertriebwagen, der später mit einem
zweiachsigen Güterwagen und 1911 mit einem
vierachsigen Gütertriebwagen ergänzt wurde. Die
Stromzufuhr erfolgte über ein Fahrleitung in 5,5 m
Höhe und Rollenstromabnehmer. Als die Rauchmühle 1919
nach ihrer Zerstörung an anderer Stelle mit direktem Zugang zur Vollbahn neu aufgebaut wurde, wurde die Bahn eingestellt. |
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| Salzburg:
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Waldbahnen
im Pinzgau: Für
den raschen Abtransport von Windwurfhölzern wurden
1926 in Walchen, Uttendorf und Bramberg kurze
Zubringerstrecken zur Pinzgauer Lokalbahn gebaut. Im
Einsatz standen Austro-Daimler-Lokomotiven. Die
Strecken wurden nach der Beendigung der Holzbringung
wieder abgebaut.
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Bild
rechts: Austro-Daimler Lokomotiven wie diese
SL 12 A standen unter anderem auf der
Bächentalstrecke und im Pinzgau im Einsatz.
Diese Maschine in Spurweite 600 mm gehört
heute zur Sammlung des Feld- und
Industriebahnmuseums in Freiland
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| Anschlussbahn
Uttendorf-Stubachtal–Kraftwerk Uttendorf I: Zur
Bauzeit des Kraftwerks Uttendorf I, das sich kurz vor
der Mündung der Stubache in die Salzach befindet,
wurde das hierfür erforderliche Material auf der
Pinzgauer Lokalbahn bis Uttendorf-Stubachtal und von
dort über die 2,6 km lange Anschlussbahn zur
Baustelle zugeführt. Nach der Fertigstellung im Jahr
1950 wurde die Strecke abgetragen.
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Werksbahn des Eisenwerks
Konkordiahütte, Tenneck: Im
Bereich des Eisenwerks Konkordiahütte in Tenneck,
Gemeinde Werfen, bestand eine Industriebahn mit
Spurbreite 760 mm. Eine der dort eingesetzten
Lokomotiven System Gebus mit der Fabriksnummer 542 blieb
erhalten und steht heute, nachdem sie 1970 vom
Österreichischen Feldbahn-Museum erworben worden war,
in nicht restauriertem Zustand im Eisenbahnmuseum
Schwechat in Niederösterreich. (Bild links vom
20.7.2008)
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Werksbahn der
Papierfabrik Hallein: Im
Bereich der Papierfabrik Hallein bestand seit Anfang
des 20. Jahrhunderts eine schmalspurige Werksbahn mit
Spurweite 760mm, die in den sechziger Jahren des
vorigen Jahrhunderts eingestellt wurde.
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Steiermark:
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Schwanberg–Kalkgrub:
Diese
Strecke führte vom GKB-Bahnhof Schwanberg ins
nahegelegene Kalkgrub und diente ausschließlich
dem Güterverkehr, vornehmlich Kohle. Als
erste 760mm-Schmalspurbahn besorgte sie
Rollwagenverkehr. Nach der Einstellung übernahmen
die ÖBB und die Zillertalbahn deren
Rollwagen.
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Mürzzuschlag–Hönigsberg: Zur
Verbindung ihrer Werke baute
Schoeller-Bleckmann 1890 eine schmalspurige
Bahn, die zum Personal- und Gütertransport
diente. Es verkehrten die Bt-Dampfloks
"Wolf" und "Hans", sowie
kleine Personenwagen. 1972 endete der Betrieb,
die Loks stehen als Denkmäler in
Mürzzuschlag, die Personenwagen kamen danach zur Lokalbahn Payerbach–Hirschwang
(Bild links), zum FIM in Freiland, zur Museumswaldbahn Nasswald und
zum Eisenbahnmuseum Mürzzuschlag.
Fotos...
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Böhlerwerke
Kapfenberg: Auch
hier gab es eine weit verzweigte Industriebahn,
auf der kleine
Zweikuppler Dienst taten. Nach der
sukzessiven Betriebseinstellung gelangten
einige Maschinen zur Gurkthalbahn, wo sie die Hauptlast des
Museumsbetriebes tragen (im Bild rechts Böhler
13), ebenso stammt die Hobbyzugmaschine der
Zillertalbahn von hier. Auch auf der LBP-H
verkehrte in den 80er-Jahren die "Böhler
17", die nach ihrer Abstellung in Hirschwang
verblieb.
Fotos... |

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Birkfeld–Ratten: Im
Jahr 1922 wurde die nachmalige
Landesbahnstrecke als Industriebahn eröffnet.
Zum Erstfahrpark gehörten 3 kleine O&K-Tenderloks,
die Dampflok Kolomea sowie ein
NÖLB-Dampftriebwagen.
1930 wurde auf der nunmehrigen StLB-Strecke
der öffentliche Verkehr aufgenommen.
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Stahlwerk
Judenburg: Im
Stahlwerk Judenburg fuhr lange Zeit eine
schmalspurige Werksbahn auf recht
weitläufigen Gleisanlagen. Von dort stammt
u.a. die Dampflok "Floriana"
der LBP-H, die Lok "Christl" der
Gurkthalbahn sowie die
Denkmallokomotive "Barbara" in Gurk
(Bild links).
Fotos... |
Frohnleiten–Gamsgraben: Von
1931 bis 1950 verkehrte vom Bahnhof
Frohnleiten eine schmalspurige Waldbahn in den
Gams- und Pöllergraben. Sie wurde
abschnittsweise eröffnet und dienten der
Forstdirektion Frohnleiten, einem Sägewerk
und einer Kartonfabrik als wichtiges
Transportmittel. Eine Diesellok Reihe O&K
RL 1c kam später zu den Kärntner
Museumsbahnen.
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Lamingtal-Schleppbahn:
Ausgehend
vom Ende einer normalspurigen Anschlussbahn
vom Frachtenbahnhof von Bruck an der Mur
führte diese 15,4 Kilometer lange Strecke von
1920 bis 1958 nach Oberdorf an der Laming. Sie
diente vornehmlich dem Magnesittransport, beförderte
aber auch Holz und Kohle, vorerst auf
zweiachsigen Loren, die ab 1924 durch
Vierachser ergänzt wurden. Anfänglich
standen zwei dreifach gekuppelte
Dampflokomotiven im Einsatz, die 1929 bzw.
1940 durch Motorlokomotiven ersetzt wurden.
Nach der Einstellung kam die dieselelektrische Lokomotive M2, System
Gebus, als D7 zur Zillertalbahn und
danach auf der
Ybbstalbahn-Bergstrecke sowie einige Wagen zur
LBP-H und ins Feld- und
Industriebahnmuseum nach Freiland.
Bild rechts: ex-Lamingtalwagen in Hirschwang.
Fotos...
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Waldbahn
auf der Schanz: Ab
1907 transportierte die 8 km lange Waldbahn
Holz mit einer Bt-Dampflok (O&K
1027/03), später mit einer O&K-Diesellok auf dem
Gemeindegebiet von Fischbach (Strecke Birkfeld
– Ratten)
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Werkbahnen
im Thörlbachgraben:
Als Anschlussbahnen zur Thörlerbahn
existierten bis zum Konkurs des Stahlwerks Pengg
zwei Strecken in Margaretenhütte und Thörl. Durch
den Wasserreichtum des Tals wurden die Strecke
in Thörl anfangs elektrisch betrieben. Nach Abtragung der Fahrleitung
erledigten zwei Lokomotiven der
Heeresfeldbahnserie HF 130 C, von denen je eine
in Thörl und Margaretenhütte stationiert war, die
Transportaufgaben, sie waren auch für den
Verkehr auf der Landesbahnstrecke zugelassen.
Nach der Einstellung des Betriebs gelangten die
beiden Maschinen zur ÖGLB nach Kienberg-Gaming
und Hirschwang.
Bild rechts: Lok 2 in Margaretenhütte
Fotos
vom Planbetrieb...
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Hinterberg
– Grubegg: 1920 wurde mit
Material aus der Sachdemobilisierung nahe Bad
Aussee eine Waldbahn angelegt, die bis 1962 in
Betrieb stand.
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| Deutschlandsberg–Freiland: Die
10 km lange Strecke, auf der auch beschränkt-öffentlicher
Personenverkehr mittels des C1 der LBMSt-E (danach auf
der Gurktal-Museumsbahn) herrschte, stand von 1922
bis 1961 in Betrieb. Auf ihr wurde mit einer Jung-Ct-Dampflok Holz, das auf zwei 600mm-Strecken und
einer Seilbahn herangebracht wurde, zum GKB-Bahnhof
Deutschlandsberg gebracht. |
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| Oberösterreich: |

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Waldbahn
Reichraming: Um
1920 wurde die Waldbahn vom Bahnhof Reichraming ins
Reichraminger Hintergebirge in Betrieb genommen, befördert wurde vornehmlich Holz, es gab aber auch
beschränkt-öffentlichen Personenverkehr. War vorerst
Pferdetraktion vorgesehen, so musste aufgrund der
beachtlichen Fördermenge und der Streckenlänge von
40 km bald die erste Dampflokomotive in Betrieb
genommen werden, der bald weitere folgten. Schließlich
wurde der Betrieb auf Dieseltraktion umgestellt. 1971
fuhr der letzte Zug, einige Triebfahrzeuge blieben bis
heute erhalten. Die zwei zweiachsigen Personenwagen
kamen zur Zillertalbahn und wurden dort
für den Einsatz im Hobbyzug adaptiert, die zu einem vierachsigen Personenwagen umgebaute
ehemalige Gebus-Lokomotive kam zur Gurkthalbahn. In Reichraming und Großraming
wurden einige Fahrzeuge als Denkmäler
aufgestellt.
Bild
rechts: Lok 4 der Waldbahn Reichraming in
Hirschwang.
Fotos... |
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Waldbahn
Klein Reifling: Sie
lag von 1921 bis 1928 an der Strecke Amstetten–Selzthal und lieferte Schadhölzer zum Umladeplatz
nahe des Bahnhofes Klein Reifling. Nach der
Einstellung gelangten Schienen und Fahrzeuge zur
Waldbahn Reichraming.
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Werkbahn
Steyrermühl: Von
1916 bis 1988 besorgte die Werksbahn der
Papierfabrik Steyrermühl den Transport von
Papier, Holz, Kohle, Heizöl, Kalkstein,
Schwefelkies, Chemikalien, Zellulose, Asche,
Schlacke und Schleifholz. Die ca. 8 km lange
Strecke wurde vorerst mit Pferden und
Seilwinden, später mit Dampf- und und ab 1956
mit Diesellokomotiven betrieben. Letztere
Triebfahrzeuge kamen ins Taurachtal und nach
Stainz, die Dampflok "Hanni"
(Bild rechts) wurde als Denkmal vor dem TGM
(Technologisches Gewerbemuseum) in Wien
aufgestellt.
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| Holzförderbahn
Keindlau: Zum
Transport von Hölzern aus dem unteren Mühlviertel
zur Donau wurde diese Pferdebahn vor dem 1.
Weltkrieg errichtet. Ab 1938 standen Benzinloks
zur Verfügung. Die Einstellung erfolgte in den
50er-Jahren.
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| Niederösterreich: |
| Waldbahn
im Weinsberg Forst: Ausgehend
von der Säge Gutenbrunn verkehrte diese Waldbahn ab
1921 nach Bärnkopf. Sie ersetzte eine provisorische
600mm-Strecke, die bald darauf abgebaut wurde. Anfang
der 30er-Jahre wurde sie außer Betrieb gestellt und
1935 abgetragen. Hier standen zwei D-Kuppler von
Orenstein & Koppel, zwei Dampflokomotiven der
Maschinenfabrik Kolomna und zwei kleine
Tenderlokomotiven der Maschinenfabrik Hoffmann mit der
Achsfolge Bt im Einsatz. Die Trasse ist
heute noch sichtbar. |
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Industriebahn
Martinsberg–Gutenbrunn:
Vom Bahnhof Martinsberg
bis zur Säge Gutenbrunn führte diese Strecke ab
1922. Sie diente zum Abtransport der Produkte des Holz
verarbeitenden Betriebes und war mit der Waldbahn im
Weinsberg Forst mit einem 1 km langen Gleis verbunden.
Die Waldbahnmaschinen verkehrten auch auf dieser
Strecke. 1933 wurde der Betrieb eingestellt.
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Materialbahn
Payerbach–Hirschwang:
Im
Jahr 1916 wurde die jetzige Museumsbahn als
Materialbahn zum Bau einer Normalspurlinie in Betrieb
genommen. Das Material stammte vom Karawankentunnelbau,
wo man wegen Grubengasexplosionen auf elektrische
Traktion umgestiegen war. Die Trassenführung wich
teils erheblich von der heutigen Strecke ab. Der Bau
der Normalspurstrecke wurde auch fast vollendet,
jedoch 1918 wegen des Zusammenbruchs der Monarchie
eingestellt. Die Materialbahn wurde als Anschlussbahn
an die Südbahn von der neu entstandenen Papierfabrik
weiter betrieben, bis sie 1926 an beiden Enden verlängert,
die Trassenführung geändert und als Lokalbahn in
Betrieb genommen wurde.
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Bild links: Die Lok III der Materialbahn,
später Lokalbahn Payerbach–Hirschwang steht
heute in Payerbach als Denkmal. Der Lokkasten,
der an ein fahrendes Gartenhaus erinnert,
wurde erst in den Sechzigerjahren des vorigen
Jahrhunderts aufgesetzt und hat das Aussehen
der Maschine stark verändert. |
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| Industriebahn
des Stahlwerks Ternitz:
Neben einer normalspurigen Anschlussbahn
verkehrte im Stahlwerk Ternitz auch eine
Schmalspurbahn, die die verschiedenen
Werksteile verband. Die spätere D 3
"Benjamin" der Bregenzerwald-Museumsbahn, die danach zur Steyrtalbahn kam,
verkehrte hier neben einer JW DM 100.
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| Waldbahn
St. Valentin–Gollensdorf:
Von 1919 bis 1932 besorgte die so genannte
"Stöcklerbahn" den Holztransport
zum Sägerwerk in St. Valentin. Vorerst wurden die Trucks mit Pferden
befördert, später mit einer Ct - Dampflokomotive,
gebaut von Jung 1922, Fabriksnummer 3191. |
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| Burgenland: |
| Werkbahn
der Zuckerfabrik Hirm:
Die Zuckerfabrik Hirm besaß eine Werksbahn zum Rübentransport.
Sie wurde mit Dampflokomotiven, die unter anderem von
der Waldbahn Reichraming stammten, betrieben. |
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Großpetersdorf–Rumpersdorf:
Ausgehend
vom Bahnhof Großpetersdorf transportierte diese Bahn
von 1920 bis 1932 Holz aus Rumpersdorf. Den Betrieb
besorgten zwei Dampflokomotiven und später eine
Diesellokomotive. |
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Waldbahn
Großmürbisch: Von Großmürbisch
nahe Güssing führte diese Waldbahn nach Alsórönök
in Ungarn. Sie wurde 1934 eröffnet und mittels einer
Benzinlokomotive betrieben. Ein Teil war als
Standseilbahn ausgeführt. Die Einstellung erfolgte
1937. |
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Güssing–Rohr: Ausgehend von
Rohr im Burgenland transportierte die 27 km lange
Waldbahn von 1913 bis 1920 Holz mit Dampflokomotiven
zum Bahnhof Güssing. |
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Güssing–Neuberg: Auf der 14 km
langen Strecke durch das Stremtal wurde mit
Dampflokomotiven Holz zum Bahnhof Güssing gebracht. |
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| Kärnten: |
| Anschlussbahn
Rechberg: Zur
Papierfabrik Rechberg, gelegen an der Vellachtalbahn
Völkermarkt-Kühnsdorf–Eisenkappel, führte eine kurze Anschlussbahn, auf
der auch Eigenbetrieb mit einer HF 130 C durchgeführt
wurde. Diese Maschine kam danach als VL 4 zu den StLB. |
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Werkbahn
beim Bau des Karawankentunnels:
Diese Strecke wurde 1901 auf der Baustelle des
Karawanken-Eisenbahntunnels angelegt um Werkzeuge in
und Aushubmaterial aus dem Baustellenbereich zu befördern.
Auf Grund von Grubengasexplosionen wurde die ursprünglich
Dampf betriebene Strecke 1903 auf Elektrotraktion
umgestellt. 1906 wurden die Bauarbeiten beendet, ein
Teil der Fahrzeuge übersiedelte 1918 auf die Lokalbahn
Payerbach–Hirschwang.
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Bild rechts: Der ursprüngliche Eigentümer der
Baulokomotiven für den Karawankentunnelbau
war die Firma Redlich & Berger. Ihre
Maschinen hatten offene Führerhäuser und
Scheren-Rollenstromabnehmer. Die E I kam zur Museumsbahn Payerbach–Hirschwang und
ist mit Baujahr 1903
die älteste E-Lok auf Spurweite 760mm. Sie
präsentiert sich in Reichenau mit der letzten
Kastenform als "rollendes
Gartenhaus". |

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Waldbahn Gundersdorf: Zu der nahe
der Halte- und Ladestelle Gundersdorf an der
Gurktalbahn gelegenen Säge führte eine Waldbahn, die
vor dem 1. Weltkrieg mit Pferdetraktion eröffnet
wurde und 1925 auf Benzintraktion umgestellt wurde.
Sie wurde 1958 eingestellt. |
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Waldbahn
im Rijawitzawald: Auf der
1 km langen Waldrollbahn mit einem anschließenden
Bremsberg in einem Seitental des Vellachtals wurde von
1903 bis nach dem 2. Weltkrieg Holz befördert. Die
Wagen rollten mittels Schwerkraft zum Bremsberg und
wurden von einem Pferd wieder zurückgeholt. Auf dem
Bremsberg wurde der bergauffahrende, leere Wagen vom
zu Tal fahrenden vollen Wagen den Berg hinaufgezogen. |
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Waldbahn
St. Vinzenz: Im Gebiet
der Soboth bestand eine kurze, handbetriebene
Waldbahn.
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Quellen:
Schmalspurig durch Österreich, Waldbahnen in Österreich,
Schmalspurbahnaktivitäten in Österreich (Verlag
Slezak), Schienenverkehr aktuell (Verlag Pospischil)
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