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Hegyközi Kisvasút und Waldbahn Pálháza–Rostalló
Die Hegyközi kisvasút wurde 1913 von Kenézlő-tiszapart bzw. Zemplénagárd über Sárospatak, wo sich das Heizhaus befand, Sátoraljaújhely, wo eine malerische Stadtdurchfahrt bestand, und Pálháza, wo die Waldbahn nach Rostalló abzweigte, nach Füzérkomlós auf einer Länge von 105 km in Betrieb genommen. Sie war über eine Brücke, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde, im Bahnhof Balsa mit der Schmalspurbahn von Nyíregyháza verbunden. Ihre Bedeutung wurde durch die Verwendung der Lokomotiven Mk45 und Mk48 unterstrichen, die oft lange, ausschließlich aus Vierachsern gebildete Züge zu befördern hatten. Die Bahn wurde im Jahr 1980 eingestellt und die Fahrzeuge auf andere ungarische Schmalspurbahnen überstellt. Von der Trasse und den Gebäuden sind noch Reste erhalten.
Die Waldbahn Pálháza–Rostalló besteht hingegen noch heute: Sie wurde 1888 in einer Spurweite von 700mm zwischen Pálháza und Kőkapu eröffnet. Die Traktion besorgten bergwärts Pferde, talwärts wurde per Gravitation gefahren. 1902 wurde die erste Dampflokomotive in Betrieb genommen, da es jedoch immer wieder zu Brandstiftungen kam, wurde sie bald wieder durch Pferde ersetzt. 1904 erfolgte die Streckenverlängerung durch einen 37 m langen Tunnel bis Susulya. 1947 wurde die Bahn verstaatlicht und auf 760mm mit Anschluss an die Hegyközi kisvasút umgespurt. Gleichzeitig begann der Verkehr mit Dampf- und später Dieseltraktion. Ab 1958 verkehrten auch Personenzüge, die Einstellung erfolgte gleichzeitig mit dem übrigen Netz im Jahr 1980. 1989 wurde der Touristikverkehr mit Diesellokomotiven der Type C 50, wie er heute noch besteht, auf dem Abschnitt Pálháza–Rostalló aufgenommen, die Verlängerung in den Ort Pálháza erfolgte 1996. (Fotos vom 30.4.2006, 2.7.2006, 17.2.2007, 13.4.2008, 14.6.2008 und 14.8.2008 und 12.9.2008)
 

Die 490,057 wurde 1950 für die Hegyközi Kisvasút gebaut, später übersiedelte sie nach Szob. Hier steht sie als Denkmal in Nagycenk

Die Mk48 2024 stand bis zu deren Einstellung auf der Schmalspurbahn von Nyíregyháza in Betrieb. Sie repräsentiert die letzte Farbgebung auf der Hegyközi Kisvasút
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Zwei Lokomotiven verschlug es ins nicht weit entfernte Lillafüred: Die D02-506, ex Mk48 2010, im Planbetrieb vor einem Personenzug D02-510, die ehemalige Mk48 2011. Ihre Farbgebung
entspricht jener auf der Hegyközi Kisvasút
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Zwei weitere Maschinen aus Sárospatak kamen auf die Waldbahn Királyrét : Mk48 2014 im Einsatz vor einem Touristenzug... ...und Mk48 2018,die hier gerade im Depot Paphegy auf eine Ausbesserung wartet
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Die Mk48-403 der Waldbahn Szilvásvárad ist die ehemalige Mk48 2007 der Hegyközi Kisvasút Mk48-411, ex Mk48 2005 der Hegyközi Kisvasút, im Touristikverkehr der Waldbahn Szilvásvárad
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Die Reihe Mk45 war in vier Exemplaren auf der Hegyközi Kisvasút vertreten. Nach der Einstellung 1980 überlebte die Mk45-2009 als Einzige: Ihre Schwestermaschine Mk45-2001 steht auf der Budapester Kindereisenbahn im Planverkehr und präsentiert sich im Originallack, wie er auch auf der Hegyközi Kisvasút anfangs üblich war In den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte die MÁV für ihre Schmalspurbahnen neue Personenwagen. Auf der Hegyközi Kisvasút kamen sowohl Wagen der Type Bax 500 mit offenen Plattformen als auch jene der Typen Bax 200 mit geschlossenen Plattformen zum Einsatz. Der ehemalige Bax 552 aus Sárospatak präsentiert sich hier als F 06-405 der Waldbahn Királyrét im Bahnhof Paphegy
 

Ebenfalls auf dem Netz um Sárospatak war der ehemalige Bax 552 im Einsatz. Er präsentiert sich, hier als F 06-404 bezeichnet, am 14.6.2008 ebenfalls im Bahnhof Paphegy der Waldbahn Királyrét. Die Wagen fuhren auf der Hegyközi Kisvasút jedoch in dunkelroter Farbgebung mit grauem Dach

Auf der Waldbahn Pálháza–Rostalló verkehren seit 1989 wieder Züge: Sie werden von Lokomotiven der Type C 50 gezogen und fahren täglich von April bis Oktober. Es stehen geschlossene Nachkriegspersonenwagen mit asymmetrischer Fensterteilung und offene Wagen zur Verfügung. Das Foto der C 50-405 entstand jedoch auf der Waldbahn Csömödér

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