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Straßenbahn Sarajevo
Die Straßenbahn Sarajevo (Sarajevski tramvaj) wurde 1885 zur Verbindung der Innenstadt mit dem etwas außerhalb gelegenen Bahnhof der ebenfalls in 760mm ausgeführten bosnischen Schmalspurbahn eröffnet. Vorerst als Pferdebahn betrieben, erfolgte 1895 die Elektrifizierung. Die ersten Triebwagen hatten offene Plattformen, später wurden geschlossene Fahrzeuge beschafft. In der warmen Jahreszeit wurden die Züge mit offenen Sommerbeiwagen verstärkt. Für den Güterverkehr zum Postamt und zur Markthalle stand eine zweiachsige Lokomotive mit der Nummer 1, die über zwei Lyrastromabnehmer verfügte und durch ihre offenen Plattformen an einen Triebwagen erinnerte, und eine vierachsige Maschine mit der Nummer 11, gebaut von der Grazer Waggonfabrik, in Betrieb. Die Güterwagen konnten im Bahnhof Sarajevo direkt von der dampfbetriebenen Hauptstrecke auf die Straßenbahn übergehen. Die später als Linie 1 bezeichnete Strecke blieb neben der neuen, normalspurigen Straßenbahn bis zum Jahr 1960 in Betrieb, als sie ebenfalls auf Normalspur umgebaut wurde. (Fotos: Archiv, vom 24.7.08, 26.7.08 und 13.6.12)
 


In etwa so sahen die 760mm-Pferdetramwagen in Sarajevo aus: Das Bild zeigt jedoch einen ungarischen Waldbahn-Salonwagen im Historama in Ferlach

Ansichtskarte aus den Anfangstagen des elektrischen Betriebs in Sarajevo: Der Triebwagen 15 trägt noch seine Nummer und Glocke an der Stirnseite, jedoch noch keinen Scheinwerfer




Für den elektrischen Betrieb standen neben geschlossenen auch Sommerbeiwagen zur Verfügung, die vom Erscheinungsbild jenen der Straßenbahn Dubrovnik entsprachen

Eher spartanisch war man in den offenen Sommerwagen unterwegs, die bis zur Umspurung 1960 verkehrten. Die Sitzlehnen wurden je nach Fahrtrichtung umgeklappt

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Die Güterzüge auf der Straßenbahn bestanden aus offenen Niederbord- und Hochbordwagen sowie aus geschlossenen Güterwagen: Dreiachsiger Niederbordwagen in Ljubljana

Auch geschlossenen Güterwagen wie der Ge 30193 wurden auf der Straßenbahn befördert. Er präsentiert sich hier im Eisenbahnmuseum Ljubljana, jedoch in brauner Farbgebung


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