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Waldbahn Reichraming
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Um 1920 wurde die Waldbahn Schallau bei Reichraming ins Reichraminger Hintergebirge nach Brunnbach mit einer Stichbahn ins Weißenbachtal zur Abfuhr des dort geschlagenen Holzes eröffnet. Vorerst war Pferdetraktion für den Betrieb vorgesehen. 1922 wurde die Strecke zum Bahnhof Reichraming der Ennstallinie erweitert. Aufgrund der beachtlichen Fördermenge musste bald die erste Dampflokomotive in Betrieb genommen werden, der weitere folgten. Zwischen 1938 und 1951 wurde die Strecke zur Wällerhütte mit einem Ast nach Weißwasser erweitert und umfasste schließlich 40,7 km und 19 Tunnels mit einer Gesamtlänge von fast zwei Kilometer. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb auf Dieseltraktion umgestellt. Für den Transport der Waldarbeiter, aber auch der Einwohner des Tals bestand beschränkt- öffentlicher Personenverkehr, für den mehrere Personenwagen vorhanden waren. Zwei davon stammten von der Steyrtalbahn und erhielten auf der Waldbahn einen neuen Kasten, der einzige Vierachser wurde aus einer Waldbahnlokomotive System Gebus umbebaut. 1971 fuhr der letzte Zug, einige Triebfahrzeuge befinden sich heute bei verschiedenen Museumsbahnen. Zwei der Personenwagen kaufte die Zillertalbahn für ihren Hobbyzug. (Fotos vom 6.10.84, 1.9.95, 11.5.03, 29.7.07, 16.7.08 und 20.7.08)
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Die Lokomotive 2, erbaut von Gmeinder als HF 50 B 4265/1944, Achsfolge B-dm,  kam 1946 nach Reichraming. Sie wurde im Jahr 1972 an den Verein Kärntner Eisenbahnfreunde (VKEF) verkauft und kam danach ins Eisenbahnmuseum Schwechat Die Lokomotive 3, ebenfalls 1944 von Gmeinder gebaut, 50 PS, Eigengewicht 8 t, 20 km/h Höchstgeschwindigkeit, als Denkmal in Reichraming. Wegen eines Achsbruches konnte sie nicht verkauft werden, 1998 erfolgte die betriebsfähige Aufarbeitung. (Foto: Johannes Mittendorfer)

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Lokomotive 4 der Waldbahn Reichraming abgestellt in Hirschwang. Sie war hier noch zu Zeiten des Planbetriebs als Ersatztriebfahrzeug eingesetzt Die Lokomotive 5 als Schaustück im Feld- und Industriebahnmuseum in Freiland, NÖ
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Ein Personenwagen der Waldbahn wurde aus einer vierachsigen Gebus-Lokomotive umgebaut. Hier präsentiert er sich bei seinem Einsatz in Ampflwang hinter der Lok 2 aus Stainz Zwei weitere Personenwagen, früher grün lackiert, verkehren heute im Hobbyzug der Zillertalbahn: Lok ZB 6 und die beiden ex-Reichraminger Wagen in der Hauptwerkstätte Floridsdorf
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Im Feld- und Industriebahnmuseum sind Holztrucks aus Reichraming erhalten. Diese wurden paarweise eingesetzt, wobei ein Wagen gebremst war. Die Verbindung wurde durch die Ladung hergestellt

Das Feld- und Industriebahnmuseum in Freiland, NÖ, besitzt die größte Fahrzeugsammlung ehemaliger Wald-, Feld- und Industriebahnen in Österreich: Das 760mm-Gleis neben den 600mm-Betriebsgleisen